Am späten Abend des 30.11.2017 hat die Bürgerschaft Lübeck einen für uns wegweisenden interfraktionellen Antrag von GAL, BÜ90/DIEGRÜNEN und SPD Lübeck beschlossen und damit dafür gesorgt, dass sich die Wohn- und Lebenssituation von geflüchteten Menschen, obdachlosen Menschen und Menschen, die Opfer von häuslicher Gewalt wurden, zukünftig verbessern wird.

Zusammenfassend bedeutet dies u.a.:

  • Begrenzung der Zimmerbelegung auf zwei Personen
  • Familien mit Kindern erhalten extra Zimmer
  • Lernzimmer werden geschaffen
  • Spielzimmer für Kinder werden erweitert

Wir freuen uns wirklich sehr, dass dieser Antrag eine Mehrheit gefunden hat, denn er basiert auch auf der Erfahrung, wie wichtig es ist, mit Betroffenen zu sprechen, bevor über einen Antrag entschieden wird. Im Laufe des Jahres 2017 haben Frau Michelle Akyurt, Frau Katja Menz, Herr Ingo Schaffenberg und Herr Andreas Sankewitz immer wieder unsere Einrichtungen aufgesucht, um mit Geflüchteten und Familien, die wohnungslos sind über deren Wohn- und Lebenssituation zu sprechen. Diese Gespräche haben wir gerne begleitet und freuen uns daher nun sehr, dass die Probleme der Menschen Ernst genommen wurden und in den Antrag eingeflossen sind.

Dafür möchten wir an dieser Stelle stellvertretend für alle Menschen, die wir seit Jahren begleiten Danke sagen!

Basierend auf der Vorarbeit der o.g. Menschen, haben sich gestern Abend viele Menschen in der Bürgerschaft mit sozialbenachteiligten Gruppen solidarisch gezeigt. In einer Zeit in der Neid und Missgunst gegenüber Schwachen öffentlich geäußert werden, um eine Spaltung der Gesellschaft zu erreichen, ist diese solidarische Haltung nicht selbstverständlich.

Wir wünschen Ihnen Allen eine gesegnete Adventszeit!